Alex, Jürgen und Mr. Tingle im Weinkeller bei den Holzfässern

GARDA180 Kapitel 3: Tenuta Maule in Venetien – Der Abend, den wir nicht geplant hatten

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Zwischen zwei Arbeitstagen, Venetien und einem Weinautomaten, der Jürgen zum Strahlen gebracht hat.

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GARDA180 Sonderkapitel: Der Abend, den wir nicht geplant hatten

Zwischen zwei Arbeitstagen, Venetien und einem Weinautomaten, der Jürgen zum Strahlen gebracht hat.

Nach fast einem halben Jahr Marokko wieder in Europa: das fühlt sich komischer an, als man denkt.

Wir hatten uns das irgendwie anders vorgestellt.

Gardasee, erster Stopp, wieder ankommen. Der Campingplatz direkt am Wasser in Padenghe war wirklich schön. Aber sobald man in die Orte fuhr, war es vorbei mit der Ruhe. Selbst im Mai schon: alles voll, alles auf Tourismus getrimmt, überall Menschen mit dem gleichen Plan.

Nach Marokko, wo das Leben einen anderen Rhythmus hat, fühlte sich das erstmal schwer an.

Dazu kam: Wir mussten arbeiten. GARDA180 wartete nicht. Routen, Content, Struktur. Im Kopf war noch vieles offen.

Irgendwann habe ich Park4Night aufgemacht und Tenuta Maule entdeckt.

Venetien. Weingut. Stellplatz. Rund 30 Minuten vom Gardasee entfernt.

Wir dachten: zwei Nächte, Luft holen, mal sehen.

Aus zwei Nächten wurden drei.

Ankommen auf der Tenuta Maule

Der Moment, wenn man auf das Gelände fährt, da wussten wir sofort, dass die Entscheidung richtig war.

Moderne Architektur, die sich nicht aufdrängt. Klare Linien, Holz, Glas. Weinberge rundherum. Und eine Stille, die man am Gardasee in dieser Form vergeblich sucht.

Wir haben den Bronco abgestellt, die Tür aufgemacht und kurz einfach gar nichts getan.

Das war der erste Moment seit unserer Rückkehr nach Europa, der sich richtig angefühlt hat.

Was einem dann noch auffällt: wie gepflegt alles ist. Die Sanitäranlagen, das Gelände, jede Ecke. Wer dauerhaft unterwegs ist, weiß, wie selten das wirklich ist und wie viel es bedeutet, wenn es so ist.

Der Anruf und Jürgens Gesicht danach

Weil wir erst am späten Abend ankamen, habe ich vorher kurz bei der Tenuta Maule angerufen.

Die Stimme am Telefon war herzlich, unkompliziert und sie sagte uns, dass wir uns nach der Ankunft am Weinautomaten im Häuschen bedienen könnten. Neben den Sanitäranlagen, einem Biertisch, Spülbecken und eben diesem Automaten voller Hausweine.

Ich habe aufgelegt und Jürgen angeschaut.

Dieses Grinsen.

Kurz später stand er in diesem kleinen Raum wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum. Augen auf, jeden Knopf einmal angetippt, die Auswahl mit einer Ernsthaftigkeit studiert, die eigentlich Raumfahrtmissionen vorbehalten ist.

Kurz danach saßen wir vor dem Bronco. Glas in der Hand, Weinberge vor uns, die Sonne kurz nach acht noch über den Hügeln.

Kein Restaurant, keine Reservierung, kein Aufwand.

Unser erster wirklich guter Abend zurück in Europa.

Der Weinkeller

Am nächsten Tag haben wir uns den Weinkeller angeschaut, und auch das war ein Moment, bei dem man kurz stehenbleibt.

Kein museales Weinschloss-Feeling, sondern ein Ort, der zeigt, wie hier wirklich gearbeitet wird. Modernes Design, das zur Landschaft passt, kombiniert mit einer Reifemethode in fossilem Holz, die die Familie patentiert hat, ein Unikat, das es so weltweit kein zweites Mal gibt.

Man merkt beim Rundgang sehr schnell, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird.

Die Weine der Tenuta Maule

Das Sortiment der Tenuta Maule teilt sich in drei Linien.

Die klassischen Lagenweine rund um die DOC Gambellara und Lessini Durello, aufgebaut auf den uralten Vulkanböden von Selva di Montebello. Dann die Familienschätze, bei denen jeder Wein einer Person aus der Familie gewidmet ist. Und schließlich „La Chioccia“, die PIWI-Linie, die mutigste der drei, mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um 80 Prozent reduzieren.

Jürgen hat am Automaten alle drei Linien sehr gewissenhaft miteinander verglichen.

Warum die Tenuta Maule zum GARDA180-Vorbereitungslager wurde

Die Tenuta Maule war für uns nicht nur ein Stellplatz.

Sie war der Ort, an dem wir in Ruhe arbeiten konnten. Ohne Lärm, ohne Ablenkung, ohne das Gefühl, zwischen zwei Welten zu hängen.

Routen, Partner, Konzept. Vieles, was bei GARDA180 heute steht, ist hier entstanden, in diesen Weinbergen, mit einer ruhigen Kulisse und dem Gefühl, endlich wieder Boden unter den Füßen zu haben.

Hier haben wir GARDA180 wirklich vorbereitet.

Die Dachterrasse mit Blick über die Weinberge Venetiens

Am nächsten Morgen sind wir noch auf die Dachterrasse gestiegen, und wer das weglässt, verpasst wirklich etwas.

Von oben öffnet sich die Landschaft auf eine Art, die man unten nicht ahnt. Die Weinberge ziehen sich bis zum Horizont, der Morgendunst liegt noch in den Tälern, und man versteht in diesem Moment sehr gut, warum die Familie Maule diesen Ort so führt, wie sie ihn führt.

Das spürt man. Nicht weil es irgendwo steht, sondern weil es sich so anfühlt. Schaut auch mal hier im 🎥 Reel.

Der Moment dieses Kapitels

Wir sind wegen zwei ruhigen Nächten hingefahren.

Weg vom Trubel, weg vom Regen, weg von diesem komischen Gefühl des Noch-nicht-ganz-Angekommenseins.

Was wir nicht erwartet hatten: dass genau dieser Ort der erste war, an dem Europa sich wieder richtig angefühlt hat.

Nach einem halben Jahr Marokko, nach der langen Überfahrt, nach all den Eindrücken.

Manchmal braucht es keinen großen Plan.

Manchmal reicht es, kurz durch Park4Night zu scrollen – und einfach hinzufahren.

Die Tenuta Maule liegt rund 30 Minuten vom Gardasee entfernt in den Weinbergen Venetiens und war für uns einer der überraschendsten Orte unserer gesamten Rückkehr nach Europa.

Stellplätze direkt auf dem Weingut, Weinautomat, Weinkeller, Dachterrasse und eine Gastfreundschaft, die man nicht vergisst.

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