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Blick auf das weiße Bergdorf Monda in Andalusien – Kapitel 7 des MilesMeetsMoments Reisetagebuchs

Reisetagebuch – Kapitel 7: Monda – Zwei Hunde, fünf Hühner und ein Bergdorf voller Ruhe

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Reisetagebuch › Kapitel 7

Monda: Zwei Hunde, fünf Hühner und ein Bergdorf voller Ruhe.

· Lesezeit: ~7–9 Min

Ankunft in Monda und Tempowechsel

Als wir nach unserer abenteuerlichen Bergfahrt in Monda ankamen, fühlte es sich an, als würden wir in ein anderes Tempo wechseln. Von der portugiesischen Atlantikküste hinein in die andalusischen Berge, dorthin, wo die Welt langsamer, stiller und klarer wurde.

Haus über dem Dorf und magische Aussicht

Das Haus lag erhöht über dem Dorf, mit einer schmalen, steilen Auffahrt und einer Haarnadelkurve, die sogar dem Bronco Respekt abverlangte. Bei der Abreise wären wir fast gegen die Mauer gefahren, eine Szene, die natürlich in unserem 🎥 YouTube-Archiv gelandet ist. Aber einmal oben angekommen, war jeder Meter der Auffahrt vergessen: Der Blick über das weiße Bergdorf war magisch.

Padi, Kona und unsere ersten Hühner

Die beiden Hunde, die wir sitten durften, hatten Charakter: Padi, ein fast 15-jähriger Zwergschnauzer: klug, weise, langsam, aber erstaunlich fit. Wir nannten ihn ‚den Professor‘, weil er alles so bedächtig inspizierte. Kona, sieben Jahre alt, war offen, herzlich und stets an unserer Seite. Zweimal gingen wir sogar gemeinsam joggen, ganz ohne Leine.

Neben den zwei Hunden versorgten wir auch fünf Hühner, unser erstes Mal als ‚Hühnersitter‘. Jeden Tag legten sie vier frische Eier. Ein schönes, bodenständiges Ritual, auch wenn wir bald nicht mehr wussten, wann wir die alle essen sollten.

Arbeiten, Regen und Ruhe im Bergdorf

Das kleine Bergdorf Monda lag eingebettet zwischen Hügeln: weiße Häuser, enge Gassen, Restaurants, Bars, kleine Läden: alles, was man braucht. Wir konnten hier perfekt arbeiten: ruhig, konzentriert und mit viel Luft zum Atmen.

Wir hatten Glück, denn während unseres Aufenthalts gab es drei Tage Dauerregen mit Sturm. Wie gut, dass wir nicht im Bronco schlafen mussten. Padi und Kona sahen das genauso: Sobald der Regen einsetzte, war klar: Spaziergänge heute gestrichen.

Kastell über Monda und Crema-Catalana-Eis

Oberhalb des Dorfs lag ein altes Kastell, das Castillo de Monda, heute ein Restaurant und Hotel. Die Aussicht von dort oben war traumhaft. Wir waren zweimal in der Bar – und weil es so stark regnete, nutzten wir das kleine Auto, das uns die Housesitting-Eltern zur Verfügung gestellt hatten. Auch hier führte die Straße steil und kurvig nach oben.

Eine Anekdote, die wir nie vergessen werden: Jürgen wollte schon die ganze Zeit in Spanien Crema Catalana essen. Und hier, in einer Tapas-Bar in Monda gab es endlich eine auf der Karte. Was wurde gebracht? Ein Schälchen, das aussah wie Crema Catalana – aber es war Eis. Crema-Catalana-Eis. Köstlich, aber nicht das, wovon Jürgen seit Wochen gesprochen hatte.

Ausflug nach Mijas und an die Küste bei Málaga

Samstags fuhren wir nach Mijas, ein schönes, aber touristisches Bergdorf. Gerade war ein Marathon im Gang, überall standen Läufer, Familien und Zuschauer und das Dorf war voll mit Autos.

Später fuhren wir weiter Richtung Málaga auf der Suche nach dem kleinen Hochhaus, in dem ich über 30 Jahre zuvor ein paar Urlaube verbracht habe. Doch wir fanden es nicht. Die ganze Gegend hatte sich so verändert: leere Bettenburgen und Hotels (es war keine Saison). Orte, die nicht wiederzuerkennen waren. Wir waren froh, wieder zurück ins ruhige Monda zu fahren.

Puerto Banús, leere Batterie und Uber-Rettung

Am Sonntag klarte das Wetter endlich auf, und wir beschlossen, nach Puerto Banús zu fahren – dem berühmten Yachthafen bei Marbella. Nur ein kleines Problem:

Das Auto sprang nicht an. Es ging dieses Mal nicht um den Bronco, sondern das Kleine Auto der Housesitting-Eltern. Wir standen davor, drückten auf den Schlüssel, drehten den Zündschlüssel – nichts. Erst später stellte sich heraus, warum: Wir hatten am Abend zuvor das Licht angelassen und damit die Batterie geleert.

Also Plan B: Uber. Wie so oft auf dieser Reise unser Rettungsanker. Die Strecke von Monda hinunter Richtung Marbella war wunderschön – Berge, Meer, weiße Häuser, Licht, das alles weicher erscheinen ließ.

Und Puerto Banús selbst war ein Erlebnis: Luxusyachten, die eher wie schwimmende Villen wirkten, Designerläden und viele Eindrücke, die man aus dem normalen Alltag kaum kennt. Wir nutzten die Gelegenheit, um ein neues Video für Jürgens W3-Marketingmodell zu drehen. Ein guter Ort dafür – mondän, sonnig, energiegeladen.

Es wurde ein inspirierender Tag voller Kontraste: Das ruhige Bergdorf Monda am Morgen, die schillernde Hafenwelt am Mittag, und ein Gefühl von: Wie spannend diese Reise uns immer wieder schaukeln lässt – von absolut alltäglichen Pannen zum Luxus-Yachthafen in weniger als zwei Stunden.

Housesitting-Eltern und Extremsportler im Bergdorf

Die Housesitting-Eltern waren offene und nette Menschen. Chris, der Hausherr, war Extremsportler: Iron-Man-Finisher, Charity-Athlet, einmal sogar mit einem Kühlschrank auf dem Rücken 20 Kilometer gelaufen. Am Haus hatten sie ein eigenes Fitnessstudio und eine Outdoor-Trainingsfläche. Solche Begegnungen gibt es nur durch Housesitting. Ohne diesen Job wären wir nie in Monda gelandet und hätten diese Menschen nie kennengelernt.

Wir fühlten uns in Monda so wohl, dass wir gerne länger geblieben wären.

Moment des Tages

Der Professor trottet vor uns her, Kona trabt fröhlich neben uns, und über uns öffnet sich der Blick auf Monda, eingerahmt von Bergen und einem Himmel

Monda von oben – weißes Dorf, grüne Hügel, viel Ruhe.

 

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