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Zwei Cockerpoos

Reisetagebuch – Kapitel 5: Zwei Cockerpoos, Sonne und ein Stück Portugal

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Reisetagebuch › Kapitel 5

Zwei Cockerpoos, Sonne und ein Stück Portugal: unsere Zeit in Moncarapacho.

· Lesezeit: ~7–9 Min

Moncarapacho – ein Stück zurück vom Meer

Moncarapacho liegt ein Stück zurück vom Meer, aber nah genug, dass man die salzige Luft schon morgens in der Nase spürt. Das Meer ist nicht weit, Fuseta ist gleich um die Ecke, und auch Tavira und Olhão liegen nur ein paar Kilometer entfernt. Eine ideale Lage also für zwei Housesitter mit Fernweh und zwei wuselige Cockerpoos, die Bewegung lieben.

Haus, Gastgeber und Ankommen

Das Haus unserer Gastgeber lag ruhig, auf einem großen, eingezäunten Grundstück: perfekt für Molly und Felix, unsere neuen Mitbewohner auf Zeit. Die beiden konnten sich frei bewegen, ohne dass wir ständig hinterher sein mussten. Für uns bedeutete das: keine Daueraufmerksamkeit, kein „Wo ist der Hund gerade?“, sondern ein bisschen Entspannung.

Unsere Gastgeber, ein älteres, sehr herzliches englisches Ehepaar, hatten uns das Haus übergeben, bevor sie ihre Tochter besuchten. Nach der aufregenden Anreise war ihr Empfang warm, verständnisvoll und typisch britisch gelassen. „You made it, that’s all that matters“, sagte sie lächelnd und genau so fühlte es sich auch an.

Sonne, Unwetter und ein undichtes Dachfenster

Das Wetter war traumhaft: Sonne, blauer Himmel, fast jeden Tag. Nur einmal überraschte uns ein heftiges Unwetter, das alles unter Wasser setzte. Schaut euch das gerne auch im 🎥 passenden Short an. Auch der Bronco wurde mal wieder in Mitleidenschaft gezogen: Bei heftigem Regen ist leider das neue Dachfenster an einer Stelle undicht, und das Wasser floss regelrecht in Strömen aus der Luke hinein in unsere Spülschüssel.

 

Molly und Felix – zwei Cockerpoos, zwei Welten

Molly und Felix – Zwillinge, aber grundverschieden. Beide sahen aus wie kleine Teddys, wuschelig, charmant, scheinbar harmlos. Doch wer sie kannte, wusste: Das war Tarnung. Felix, der Dunklere von beiden, war zu Hause der Inbegriff von Sanftmut. Kaum draußen, zeigte sich sein anderes Ich – nicht wild, sondern ängstlich. Neue Menschen, Geräusche, Begegnungen – alles machte ihn nervös und er biss nach entgegenkommenden Menschen und Tieren.

Am ersten Abend hatten wir uns vorgenommen, alles genau so zu machen, wie es uns die Gasteltern gesagt hatten. „Nehmt Felix auf keinen Fall mit zum Spaziergang, er ist draußen schwierig“, hatte sie gewarnt. Also gingen wir nur mit Molly. Doch Felix’ Wehklagen war so herzzerreißend, dass wir es nicht übers Herz brachten, ihn zurückzulassen. Also nahmen wir ihn mit.

Und ja – wir lernten schnell, was sie gemeint hatte. Felix war draußen ein Grizzly. Er bellte, schnappte und versuchte, sich groß zu machen, einfach, weil er Angst hatte.

Lehre des Tages: Tu niemals etwas, wovor dich die Gasteltern ausdrücklich gewarnt haben.

Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, haben wir die beiden sofort ins Herz geschlossen. Molly war die Ruhigere, klug, verschmitzt und immer dort, wo man sie gerade nicht erwartete. Felix war das Chaos mit Charme. Zusammen waren sie einfach unschlagbar.

Unsere Tage waren ein Mix aus Arbeit, Hundesitten, Sonne und ganz viel Portugal.

Ausflüge nach Fuseta, Tavira, Olhão und Faro

Wir unternahmen Ausflüge nach Fuseta, Tavira und Olhão, manchmal mit dem Bronco, meist aber mit Uber. Die Fahrer kamen schnell, freundlich, zuverlässig und ehrlich gesagt: Für den Preis fährt man in Deutschland nicht mal mit dem Bus. Uber funktionierte an der Algarve-Küste wunderbar.

Fuseta war ein Ort zum Durchatmen: klein, charmant, direkt am Meer, mit einem wunderbaren Rhythmus aus Gelassenheit und Sonne. Von dort aus fuhren wir mit einem kleinen Taxiboot hinüber auf eine der vorgelagerten Inseln: ein endloser Sandstrand, kaum Menschen, Sonne pur. Die Strandbar war schon geschlossen, aber das störte uns nicht. Wir hatten die ganze Insel fast für uns allein. Nur Wind, Wellen und Himmel.

Unsere Lieblingsstadt aber wurde Tavira. Jürgen war vor über 30 Jahren schon einmal dort, doch er erkannte nichts wieder. Früher gab es drei Restaurants, heute über hundert. Tavira hat sich gemausert, ohne seinen Charme zu verlieren. Gepflegt, lebendig, geschichtsträchtig, und trotzdem entspannt. Wir mochten die Atmosphäre auf Anhieb und haben uns tatsächlich in dieses Städtchen verliebt. Tatsächlich konnten wir uns beide vorstellen, dort für eine Weile zu leben.

Olhão, auf der anderen Seite, war größer, etwas geschäftiger, mit einem schönen Hafen, kleinen Gassen, netten Cafés und dieser besonderen Mischung aus Fischgeruch, Sonne und Meer. Und natürlich Faro – elegant, sauber, mit einer Altstadt, die ihre Geschichte stolz trägt. Zum Leben wäre sie uns zu groß, aber für einen Tag genau richtig. 🎥 Hier ein paar Eindrücke im passenden Short

Ein Abschied mit Kachel und Curry

Am letzten Abend luden uns unsere Gastgeber zum Inder ein – ein gemütlicher, duftender Abschluss eines sonnigen Kapitels. Sie freuten sich riesig, ihre Hunde gesund und munter zurückzubekommen, und wir freuten uns, zwei neue Freunde gefunden zu haben. Zum Abschied schenkten sie uns eine kleine Kachel mit den Namen „Molly und Felix“, als Erinnerung an unsere Zeit dort.

Wir lachten, aßen, erzählten und wussten, dass diese kleinen Begegnungen unterwegs das sind, was bleibt. Wir wären gerne länger geblieben. Aber gleichzeitig freuten wir uns auch auf das, was nun wiederkommen sollte: neue Geschichten – und das Leben im Bronco.

Moment des Tages

Zwei Hunde, eine Insel und das Gefühl, dass Reisen am schönsten ist, wenn man sich für eine Weile zu Hause fühlt.Eine Insel bei Fuseta – Wind, Wellen und fast nur wir.

 

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