Reisetagebuch – Kapitel 28: Vom Atlas in die Sahara: Merzouga, Dünen & 4x4-Abenteuer

· Marrakesch – Tizi n’Tichka – Ait Ben Haddou – Tinghir – Merzouga – Erfoud
Zurück auf die Straße
Am 20. März war es endlich so weit.
Nach fast einem Monat in Marrakesch hieß es für uns: Zurück auf die Straße. Zurück ins Unterwegssein.
Unser Ziel war noch nicht ganz klar.
Aber eines wussten wir sicher:
Wir wollten wieder in die Wüste.
Zurück in den Sand.
Zurück zu diesen Momenten, die es nur dort draußen gibt.
Über den Hohen Atlas
Unsere Route führte uns über den Tizi n’Tichka Pass durch den Hohen Atlas.



Eine beeindruckende Strecke, die jedes Mal aufs Neue begeistert. Kurven, Höhenmeter, weite Ausblicke und dieses Gefühl, dass der Weg selbst schon das Ziel ist.
Der Bronco lief dabei so gut wie lange nicht mehr.
Ruhig. Stabil. Zuverlässig.
All die Reparaturen hatten sich gelohnt. Über den Atlas ging es dann ganz entspannt nach 🎥 Ait Ben Haddou.
Ait Ben Haddou – schön von außen
Am Abend erreichten wir Ait Ben Haddou.
Die Kulisse – wie immer beeindruckend.


Der Campingplatz hingegen… eher nicht (Camping Kasbah du Jardin).
Die Sanitäranlagen schmutzig, die Anlage unfertig, alles ein wenig lieblos.
Abends gingen wir noch mit Uschi und Dietmar essen, doch auch das war eher durchwachsen.

Umso klarer war: Wir fahren am nächsten Tag weiter.
Zwischenstopp in Tinghir
Die Strecke bis Merzouga war an einem Tag nicht zu schaffen. Insbesondere weil es richtig stark regnete. Hier das passende 🎥 Reel.
Also legten wir einen Zwischenstopp in Tinghir ein, auf dem Campingplatz Tizmoutine.
Ein Ort, den wir bereits kannten und der uns wieder begeisterte.
Schön angelegt, sehr nette Besitzer und mit viel Liebe geführt.
Es war außerdem Eid al-Fitr. Viele Restaurants waren geschlossen, doch auf dem Campingplatz wurden wir bestens versorgt.

Die Strecke von Tinghir nach Merzouga könnt ihr euch in unserem passenden 🎥 Reel ansehen.
Vieles, was wir ab hier in diesem Kapitel beschreiben, könnt ihr auch in unserem Wüsten-YouTube-Video sehen:
Die Khettaras – Wasser unter der Wüste
Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp bei den Khettaras.
Uralte unterirdische Wasserleitungen, die seit Jahrhunderten Wasser durch trockene Regionen transportieren.
Von außen unscheinbar, aber beeindruckend.


Hier trafen wir auch auf diese süßen Hundebabies: gleich 10 Stück an der Zahl:

Ankunft in Merzouga
Und dann waren sie da:
Die Dünen von Merzouga.
Groß. Weit. Beeindruckend.
Wir entschieden uns für den Campingplatz Les Roses des Dunes – direkt an den großen Dünen.



Erste Dünenerfahrung – direkt ans Limit
Für den Nachmittag hatten wir einen Guide gebucht.
Die Idee: langsam rantasten.
Doch es kam anders.
Zu schnell. Zu steil. Zu viel.
Der Bronco blieb mehrfach im Sand stecken.

Am Ende war klar: Das ist kein Abenteuer mehr.
Das machen wir nicht.
Mustafa Camp – Ankommen
Wir übernachteten im Mustafa Camp.
Ein einfaches Wüstencamp. Kein Luxus. Aber genau richtig nach diesem Tag.





Wir waren einfach nur froh, angekommen zu sein.
Zweiter Versuch – diesmal allein
Am nächsten Tag ging es zurück in die Wüste – diesmal alleine.
Ohne Guide. Ohne Druck.
In unserem Tempo.
Wir suchten lange den richtigen Einstieg, doch irgendwann waren wir genau dort, wo wir hinwollten.

Zufall, der alles verändert
Dort trafen wir Abdul wieder.
Ihm gehört das Sanmao Desert Luxury Camp.
Er lud uns spontan auf einen Tee ein – und daraus wurde mehr.
Ein neuer Auftrag.
In diesen beiden Reels bekommt ihr einen ersten Eindruck vom wunderschönen Camp 🎥: Reel 1 (schönes Wetter) und Reel 2 (Regenwetter in der Wüste) und noch besser über dieses 🎥 Short.
Vier Tage Wüste
Wir blieben vier Tage.
Produzierten Content, arbeiteten intensiv und lernten die Umgebung kennen.










Doch die Bedingungen waren speziell:
Regen in der Sahara. Stromausfälle. wenig Sonne.
Auch das gehört zu dieser Reise.
Am Ende unserer Zeit in Merzouga besuchten wir noch das MNAM, das Morocco National 4X4 Auto Museum. Man sieht dort tolle Fahrzeuge aus alten und aus neuen Zeiten. Absolut sehenswert. Das zeigt auch dieses 🎥 Reel.

Werkstatt in Erfoud – Überraschung
Vor der Weiterfahrt meldete sich der Bronco.
Check Engine.
Also Werkstatt in Erfoud.


Dort kam die Überraschung:
Unser Allrad hatte gar nicht richtig funktioniert.
Wir waren die ganze Zeit durch die Dünen gefahren… ohne funktionierenden 4x4. Das war aber nicht das Problem, warum die „Check Engine° Leuchte anging.
Und trotzdem hat der Bronco alles geschafft.
Nach der Reparatur in der „Garage Royal Erfoud" lief alles wieder einwandfrei. Dachten wir zumindest.
Hierzu gibt es natürlich auch ein 🎥 Reel.
Moment dieses Abschnitts
Manchmal glaubt man, alles richtig zu machen – und stellt später fest, dass wichtige Dinge gar nicht funktioniert haben.
Und trotzdem ist man angekommen.
Vielleicht ist genau das die Essenz dieser Tage: Nicht Perfektion, sondern Vertrauen.
Und manchmal reicht genau das, um selbst ohne Allrad durch die Dünen zu kommen.