Reisetagebuch – Kapitel 24: Von Mirleft bis El Aaiún – Werkstatt, Offroad und Westsahara
Thomas Schlechter begleitet Unternehmer als Business Coach und Sparringspartner. Im Fokus stehen Bestform, Klarheit und Führung, damit Entscheidungen leichter fallen und Resultate schneller entstehen.

Mirleft: Besuch bei Conny und Youssef – Bronco-Urlaub inklusive
Am Samstag, den 24.01., brachen wir Richtung Mirleft auf, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Tafraout lag hinter uns, doch Desert und die anderen Vierbeiner blieben in unseren Gedanken.
In Mirleft warteten Conny und Youssef auf uns. Drei Nächte durften wir bei ihnen wohnen. Dann zog es uns weiter. Der Bronco hatte Urlaub, und wir auch ein bisschen. Die Dachterrasse wurde unser Outdoor-Office.
Zwischendurch Meer, Gespräche, gemeinsames Essen. Diese Art von Alltag fühlt sich unterwegs plötzlich wie Luxus an. Einmal waren wir am Aftas Beach: eine kleine Bucht mit ein paar schönen kleinen Cafés. Einer der Café-Besitzer erzählte uns, dass das kleine Dörfchen, wie viele andere Küstenörtchen, vom Abriss bedroht sind. Schaut hierzu mal in in unser 🎥YouTube-Short.





Ein Ausflug führte uns zum „Nid d’Aigle“, wo Paragleiter starten. Oben wartete ein weiter Blick über den Atlantik, einer dieser Momente, in denen alles kurz still wird.


Hier haben wir auch ein kleines 🎥 YouTube Short zu den Paraglidern erstellt.

Weiter Richtung Süden – Offroad-Abstecher ins Nichts
Unser nächster Stopp: Ksar Tafnidilt. Sechs Kilometer Offroad durch Steine und Dünen. Einmal abbiegen und plötzlich ist da nichts außer Wind.




Zwei Nächte blieben wir dort. Arbeiten, Klarheit, Weite. Und ein kleiner Schockmoment: Mein Handy war verschwunden, bis wir es oben auf dem Berg wiederfanden. Unberührt. Genau das ist Wüste. Das passende 🎥 Reel gibt es auch dazu.

Tan-Tan Plage/El Ouatia – Bremsen, Werkstatt und sechs Tage Stillstand
In Tan-Tan Plage dann der nächste Dämpfer: Die Bremsen machten Geräusche. Werkstatt. Warten. Ersatzteile. Neue Erkenntnisse. Das ausgerechnet hier, denn wir mochten diesen Ort nicht besonders. In Tafraout oder Zagora hätte es uns nichts ausgemacht, länger zu bleiben, bis der Bronco wieder fit ist, aber hier mußte es nicht sein.



Ein defektes Zündkabel kam ebenfalls ans Licht, potenziell gefährlich. Zum Glück rechtzeitig entdeckt. Hier geht´s zum kurzen 🎥 Reparatur-Reel.
Am Ende standen wir sechs Tage still. Drei Tage davon vor der Werkstatt und drei auf den Campingplätzen vor Ort, wobei uns Camping les Sables d´Or am besten gefiel. Bremsen erneuert, Unterbodenschutz frisch, kleine Reparaturen erledigt. Viel Zeit vor der Werkstatt, aber auch viel Austausch.
Flow statt Lagune – weiter bis El Aaiún
Als es endlich weiterging, waren wir im Flow. Eigentlich wollten wir unterwegs stoppen, doch wir rollten einfach weiter. Bis El Aaiún. 🎥 Westsahara.
Die Stadt überraschte uns: sauber, grün, strukturiert. Gleichzeitig starke Präsenz von Militär und Polizei.


Wir fanden unseren Spot am Meer. Zwei Nächte. Arbeiten mit Blick auf Wind und Wellen. Schaut mal in unser 🎥 Reel. Abends in die Stadt und doch immer wieder zurück an „unseren Platz“.





Moment dieses Abschnitts
Sechs Tage Stillstand können sich wie ein Rückschritt anfühlen – bis man merkt, dass genau dort etwas passiert.
Werkstattgeruch, Öl an den Fingern – und wenige Tage später stehen wir am Atlantik in der Westsahara.
Zwischen Stillstand und Weite liegt manchmal nur ein reparierter Bremsbelag – und die Entscheidung, trotzdem weiterzufahren.
