Alex und Jürgen nehmen Abschied von Tafraout

Reisetagebuch – Kapitel 22: Abschied von Tafraout, Regen und Reparaturen bei Agadir

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Reisetagebuch › Kapitel 22

Abschied von Tafraout – und ein Kapitel, das zeigt: Nicht jeder Ort ist ein Volltreffer. Begegnungen dafür umso mehr.

· Tafraout – Anti-Atlas – Küste bei Sidi R’bat (bei Agadir)

Aufbruch mit zwei Gefühlen

Am 17.01. hieß es für uns: Abschied von Tafraout. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn dieser ruhige Ort zwischen Felsen und Oasen hatte uns mehr gegeben, als wir erwartet hätten. Und ja: Wir sind ohne Hund weitergefahren. Das fiel uns schwer, weil Desert und auch die anderen Fellnasen uns wirklich ans Herz gewachsen waren. Wir denken immer noch an den kleinen Tapsy und würden ihn gerne noch holen und bei uns aufnehmen.

Aber wir sind uns sicher, dass es ihnen dort gut geht: In Tafraout sind ganzjährig Reisende und Einheimische unterwegs, die sich kümmern, füttern, streicheln – und den Tieren zumindest ein bisschen Sicherheit geben. Und trotzdem: Man denkt noch lange an sie zurück.

Noch einmal zu den Blauen Steinen – diesmal mit Bronco

Bevor wir endgültig Richtung Agadir abgebogen sind, mussten wir noch ein letztes Mal zu den berühmten Blauen Steinen. Dieses Werk des belgischen Künstlers Jean Verame aus dem Jahr 1984 hatte uns ja schon zu Fuß begeistert. Aber jetzt wollten wir die Kulisse auch unbedingt noch mit dem Bronco erleben.

Wir fanden sogar eine kleine Offroad-Strecke und machten dort spontan eine Fotosession: Bronco vor den leuchtend blau bemalten Felsen, dahinter diese magischen Anti-Atlas-Berge – eine dieser Szenen, die wie ein Filmset wirken, aber eben echt sind. Wenn ihr mehr dazu erfahren möchtet, schaut auch gerne in Kapitel 21. Dort haben wir bereits darüber berichtet.

Ein perfekter Abschiedsgruß von Tafraout, bevor es weiterging.

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Durch den Anti-Atlas Richtung Agadir

Dann ging’s los Richtung Agadir. Grund dafür war auch unser Termin: Am 22. Januar waren wir zu einem Empfang bei der Vertretung des BVMW in Rabat eingeladen. Also mussten wir unsere Route so planen, dass wir rechtzeitig in den Norden kommen und gleichzeitig nicht wieder in Stress ausarten.

Die Fahrt durch das Anti-Atlasgebirge war wieder einmal spektakulär. Kurven, Höhenmeter, weite Ausblicke – und zwischendurch standen wir mit dem Bronco fast auf 1.700 Metern. Diese Landschaft wechselt hier gefühlt im Zehn-Minuten-Takt ihren Charakter.

Nur eins blieb konstant: Wir waren immer noch in dieser ungewöhnlich nassen, kühlen Wetterphase.

Wir machten nochmals einen kurzen Stop in Tiznit, um uns die Beine ein wenig zu vertreten. Egal, wo man hinkommt: es gibt immer so viel zu entdecken, dass schnell wieder ein paar Stunden rum sind. Dieses Mal haben wir uns hier für die Graffities begeistern können und eine alte Citadelle (Kasbah Aghennaj) entdeckt.

Ankommen… auf dem bisher schlechtesten Campingplatz

Am Nachmittag gegen halb vier erreichten wir unseren Campingplatz. Und selten waren wir uns so schnell einig: Das war bisher einer der schlechtesten Plätze unserer Marokko-Reise (Camping Taktat in Sidi Bibi). Gar nicht schlecht bewertet, aber absolut nicht unser Ding. So unterschiedlich sind Geschmäcker. 

Es war eng, zugebaut, unpersönlich und fühlte sich an wie eine Camper-Wüste: Man steht mittendrin, drumherum Reihen um Reihen Fahrzeuge, aber ohne das warme, freundliche Gefühl, das wir sonst so oft erlebt haben. Dazu lag der Platz gefühlt im Nichts. In der Nähe von Agadir gibt es nicht allzu viele Plätze. Daher entschieden wir uns für diesen. Zum Arbeiten war er aber völlig in Ordnung.

Regen, Pfützen und ein Spaziergang mit Gänsehaut

Als ob der Ort nicht schon trostlos genug gewesen wäre, erwischte uns dort auch noch ein Tag mit richtigem Regenwetter. Nicht so ein „Marokko-nieselt-mal-kurz“, sondern: Es schüttete wie aus Eimern.

Am nächsten Tag waren überall riesige Pfützen auf dem Gelände. Zum Glück nicht direkt vor unserem Auto, aber der Platz sah aus, als hätte jemand ihn einmal komplett geflutet.

Trotzdem wollten wir raus, den Kopf freibekommen, wenigstens ein bisschen Bewegung. Also liefen wir Richtung Strand. Und entdeckten dort schon wieder ein dem Erdboden gleichgemachtes kleines Dorf. Nur noch Schutt, Müll und Reste von dem, was mal Häuser gewesen sein müssen. Direkt am Sandstrand. Ein bedrückender Anblick.

Als wäre das nicht genug, fanden wir auch noch eine tote Ziege, in einen Müllsack verpackt. Zuerst roch man sie, dann sah man den geöffneten Sack. Sagen wir so: Das war kein Strandmoment, den man sich in ein Reisetagebuch wünscht.

Der Bronco macht’s spannend – Tür auf den Kopf

Und dann kam natürlich noch ein Bronco-Moment. Beim Zumachen fiel Jürgen auf einmal die hintere Eingangstür auf den Kopf. Die Schrauben waren morsch und rissen aus der Verankerung. Das kurze 🎥 YouTube Short zeigt erklärt, was genau los war. Kurz Schreck, kurz Fluchen und dann: wieder mal Hilfe organisieren.

Wie so oft in Marokko ging das schneller als erwartet. Ein Helfer war fix zur Stelle, machte die Tür wieder ordentlich fest und gab sich richtig Mühe. Wir waren erleichtert – und ehrlich gesagt auch dankbar, dass das Ganze glimpflich ausging.

Mit dem Helfer in die Stadt – und Kefta wie aus dem Bilderbuch

Am Abend wurde es dann doch noch richtig schön: Unser Helfer nahm uns sogar mit in die Stadt nach Sidi Bibi (etwa acht Kilometer entfernt). Zu Fuß wäre das unmöglich gewesen – also nahmen wir das Angebot gerne an.

Wir hatten Lust auf Kefta. Und das Erlebnis war genau so, wie man es sich wünscht: Beim Metzger frisches Fleisch kaufen, direkt vor Ort zu Hack verarbeiten lassen, und nebenan stand der Griller, der daraus sofort Kefta machte. Frischer geht’s nicht. Und lecker war’s sowieso. Ein Appetit anregendes Reel gibt es dazu auch: 🎥 Kefta

Wir haben zusammen gegessen, gequatscht und wieder mal gemerkt: Selbst an den unpassendsten Orten kann Marokko plötzlich warm und herzlich werden.

Für Reparatur, Fahrt und das ganze Drumherum zahlten wir am Ende umgerechnet etwa 30 Euro. Fair – und ehrlich gesagt: nach dem Tür-Schock war das jeden Cent wert.

Drei Nächte – und dann: weiter

Wir hielten es dort drei Nächte aus. Der Fokus lag klar auf Arbeit: Projekte abarbeiten, konzentrieren, durchziehen. Aber je länger wir dort standen, desto klarer wurde: Das ist kein Ort, an dem wir bleiben wollen.

Also entschieden wir uns, den Bronco am Flughafen in Agadir abzustellen – als Basis, um dann weiter Richtung Rabat zu fahren und den BVMW-Empfang am 22. Januar gut organisiert anzugehen.

Moment dieses Abschnitts

Manchmal ist der Moment nicht das, was schön aussieht – sondern das, was sich gut anfühlt: Ein fremder Mensch, der einfach hilft. Ein gemeinsames Abendessen, obwohl man sich erst seit ein paar Stunden kennt. Und dieses stille Wissen: Auch wenn nicht jeder Ort ein Volltreffer ist – die Begegnungen unterwegs sind es fast immer.
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