Reisetagebuch – Kapitel 21: Tafraout: Blaue Steine, Felsen und Oasen

· Tafraout
Ankommen zwischen Felsen und Oasen
Vom 10. bis zum 17. Januar sind wir in Tafraout geblieben, und rückblickend hätten es auch noch mehr Tage sein dürfen. Diese Region hat etwas ganz Besonderes. Riesige Felsformationen, weite Oasenlandschaften, eine fast greifbare Ruhe und gleichzeitig eine stille Lebensfreude, die man in den kleinen Straßen, Cafés und Begegnungen spürt.
Freistehen am Ortsrand
Die ersten drei Nächte standen wir auf einer großen Freifläche am Ortsrand: (Gemeindestellplatz Tafraout). Platz für hunderte Vans, doch in der Nebensaison waren vielleicht fünfzig Overlander und Wohnmobile dort. Freistehen, Weite, Gespräche am Rand und viel Raum für Gedanken. Toller Platz in fantastischer Umgebung!


Von hier aus hat man auch einen freien Blick auf den fantastischen Sternenhimmel.

Für mehr Impressionen schaut euch gerne das passende 🎥 Insta-Reel an.
Desert: der Hund, der uns fand
Am zweiten Morgen tauchte er auf: Desert, wie wir ihn nannten. Ein etwa zweijähriger Streuner, offen, ruhig, aufmerksam. Jürgen hatte am Abend zuvor noch gesagt, dass uns doch endlich mal ein Hund finden müsste, und am nächsten Morgen stand Desert vor ihm.

Er wich uns nicht mehr von der Seite. Wir haben lange überlegt, ob wir ihn mitnehmen sollen. Aber am Ende wussten wir: Er gehört hierher. In diese Landschaft, in diese Freiheit.


Umzug auf den Campground und neue Begegnungen
Nach drei Tagen zogen wir auf einen kleinen Campground, ziemlich direkt nebenan, um (Auberge Camping Tafraout). Dort konnten wir endlich mal wieder warm duschen, sofern der Beuler funktionierte. Und von dort aus hatten wir einen fantastischen Blick über das Tal, eingerahmt von diesen markanten Felsen. Es war einer der schönsten Plätze, wenn nicht sogar der schönste, auf unserer bisherigen Reise, inklusive freundlichem Team.

Hier blieben wir weitere vier Tage, arbeiteten viel und lernten wunderbare Menschen kennen, unter anderem Janine und Jakob mit ihrer Katze Artemis, die schon seit über einem Jahr unterwegs sind.
Außerdem sammelten wir ein weiteres Andenken ein: wir ließen uns eine Silhouette einer Dromedar-Karavane auf das Bronco-Dach malen.

Rollenwechsel, neue Kontexte und Bewegung prägen diese Reise. Das IBD Institut begleitet Unternehmer und Führungskräfte dabei, Persönlichkeit, Verantwortung und Entwicklung bewusst zu gestalten.
Mehr über das IBD InstitutEin Welpe, der mitlief
Auch hier begegnete uns wieder ein Hund: ein kleiner Welpe, der Janine und Jakob von einer Wanderung bis zum Campground folgte und uns allen sofort ans Herz wuchs. So ein süßes Kerlchen, welches von uns den Namen Tapsy bekam.


Ein kleines Ritual: Fettkringel bei Sfenj
Ein kleines Ritual entstand fast nebenbei: Abends im Dorf, nach dem Essen, kauften wir uns immer zwei frisch frittierte Fettkringel bei einem alten Mann, Sfenj genannt: heiß, süß, unvergesslich. Schaut mal hier 🎥!
Wanderung zu den blauen Steinen
Ein Highlight war unsere große Wanderung zu den berühmten blauen Steinen: ein Werk des belgischen Künstlers Jean Verame aus dem Jahr 1984. Mitten in der kargen Landschaft liegen diese intensiv blau bemalten Felsbrocken und wirken fast surreal, wie aus einer anderen Welt.



Vom Campground aus ging es über die Berge, durch ein verlassenes Dorf, durch ein Flussbett, welches normalerweise ausgetrocknet ist. Aber aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen, sahen wir hin und wieder kleine Bächlein und Pfützen. Der Weg zum Ziel war fast noch ein größeres Highlight als die Steine selber. Bilder sagen hier mehr als Worte:



Oder dieses kurze 🎥 Insta-Reel.
Am Ende standen 15 Kilometer auf der Uhr. Wir kamen müde, aber glücklich zurück.
Noch einmal mit dem Bronco: Naturkunst und Kulisse
Wir waren so beeindruckt, dass wir beschlossen, auf unserer Weiterreise Richtung Agadir noch einmal mit dem Bronco dorthin zu fahren. Die Kulisse war spektakulär – Naturkunst, Weite und unser Fahrzeug mittendrin.
Moment dieses Abschnitts
Tafraout war ein absolutes Highlight. Diese magischen, unglaublich schönen Berge, die zum Klettern, Staunen und Verweilen einladen. Ein ruhiger Ort, der trotzdem voller Lebensfreude steckt.
Hier fühlte sich alles ausgewogen an: die Weite der Natur und die Nähe der Stadt, die Stille der Felsen und das Leben im Städtchen, die Begegnungen mit Menschen und mit den Hunden, die uns berührt haben.
Zwischen Felsen und Oasen, zwischen Begegnung und Abschied, zwischen dem Wunsch zu bleiben und der Gewissheit weiterzugehen.
Und vielleicht sind es genau diese Orte, die uns am längsten begleiten.