Reisetagebuch – Kapitel 20: Ouarzazate, Ait Ben Haddou und Taroudant

· Ouarzazate – Ait Ben Haddou – Taroudant
Arbeitstage in Ouarzazate
Nach den intensiven Tagen in den Schluchten führte uns der Weg nach Ouarzazate. Dort fanden wir einen neu angelegten, sehr gepflegten Campingplatz, der perfekt dafür war, einmal innezuhalten (Camping Ouarzazate).
Abends verschafften wir uns einen Überblick über den Ort. Wir schlenderten zunächst durch Gassen, die uns gar nicht gut gefielen. Dabei verließen wir uns, wie so oft auf die Wegbeschreibung von Google Maps, die uns bis zur Media führen sollte. Erst nach einem holprigen Anfang zeigte uns ein alter Marokkaner den richtigen Weg an. Angekommen in der Medina fanden wir zufälligerweise die alte jüdische Synagoge.


Ouarzazate ist eine sehr interessante Stadt und es lohn sich durchaus, zwei, drei Tage zu bleiben.
Am Montag nutzten wir den gesamten Tag zum Arbeiten, Wäsche waschen und Projekte sortieren.
Atlas Film Studios
Am späten Nachmittag fuhren wir spontan zu den Atlas Film Studios. Obwohl Jürgen zunächst wenig Motivation hatte – unsere Fahrten durch die Sahara waren aufgrund einer vollen Festplatte nicht aufgezeichnet worden – wurde es ein richtig schöner Ausflug. Schaut selbst: 🎥 Atlas Film Studios. Ouarzazate selbst trägt den Film in sich, überall spürt man diese besondere Atmosphäre zwischen Kulisse und Realität.


Ait Ben Haddou – Filmgeschichte aus Lehm
Am 10. Januar ging es weiter nach Ait Ben Haddou, einem der bekanntesten Lehmbauten Marokkos und UNESCO-Weltkulturerbe. Die jahrhundertealte Ksar diente als Kulisse für zahlreiche Filme und Serien, darunter Game of Thrones, Gladiator und Lawrence von Arabien.
Durch die engen Gassen zu laufen fühlte sich an wie eine Reise durch Zeit und Filmgeschichte zugleich.
Hier gab´s viel zu sehen. Schaut euch gerne auch unser 🎥 Insta-Reel zum Ort und das 🎥 YouTube über die Künstlerin an




Ankommen in Taroudant
Weiter führte uns der Weg nach Taroudant. Dort blieben wir vier Nächte auf einem sehr gepflegten Campground (Grand Camping de Taroudant) und nutzten die Zeit intensiv zum Arbeiten, unter anderem an einer neuen Webseite.
Jürgen war zunächst wenig begeistert von der Stadt, während ich sofort fasziniert war von der riesigen, historischen Stadtmauer, die Taroudant vollständig umgibt. Hier geht´s zum kurzen 🎥 Insta Reel zu Taroudant.

Stadtmauer und Kutschfahrt
Am zweiten Tag fuhren wir per Taxi in die Stadt. Hitchhiking für Taxis ist hier deutlich günstiger als ein bestelltes Taxi. Wir ließen uns treiben und machten spontan eine Kutschfahrt rund um die Stadtmauer und quer durch die Stadt.



Normalerweise ist das nicht das Fortbewegungsmittel unserer Wahl. Hier war es allerdings ein wunderschöner Weg, Taroudant kennenzulernen. Anschließend aßen wir in einem Gartenrestaurant mit Blick auf das schneebedeckte Atlasgebirge.
Arbeiten und Dorfleben
Die Rückfahrt mit dem Bus war wieder ein kleines Abenteuer. Wir mussten darauf vertrauen, an der richtigen Stelle auszusteigen, und die marokkanischen Mitfahrer halfen uns dabei selbstverständlich. Der Busfahrer verstand uns leider nicht, und wußte daher nicht, wo er für uns anhalten sollte.
An einem weiteren Tag spazierten wir in ein kleineres Dorf in der Nähe und kauften frisches Obst und Gemüse für wenig Geld. Ansonsten arbeiteten wir konzentriert, produktiv und ruhig.
Abschied Richtung Tafraoute
Am 10. Januar hieß es dann Abschied nehmen. Unser Ziel: Tafraoute. Ein Ort, den wir schon lange auf dem Zettel hatten.
Moment dieses Abschnitts
Manchmal braucht es keine großen Abenteuer, sondern einfach Zeit zum Arbeiten, zum Beobachten und zum langsamen Verstehen. Kapitel 20 war genau das: ein stilles, produktives Innehalten zwischen Filmkulissen, Stadtmauern und neuen Wegen.
