Dünenlandschaft und Meerblick in Essaouira – Kapitel 12 des MilesMeetsMoments Reisetagebuchs

Reisetagebuch – Kapitel 12: Von Mirzika nach Essaouira: Dünen, Meerblick und ein unvergesslicher Geburtstag

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Reisetagebuch › Kapitel 12Essaouira: Dünen, Meerblick und ein unvergesslicher Geburtstag

· Lesezeit: ~10–12 Min

Anreise von Mirzika nach Essaouira

Der Morgen des 5. Dezember begann früh auf dem Campground Mirzika. Vor uns lagen etwas mehr als 200 Kilometer bis Essaouira, eine Strecke, die auf den ersten Blick überschaubar klingt, sich in Marokko jedoch leicht zu einer kleinen Tagesreise ausdehnt.

Die Straßen sind oft schmal, kurvig, und wenn große LKWs entgegenkommen, hält man instinktiv den Atem an. So starteten wir gegen 8:30 Uhr und rollten tatsächlich erst um 15:30 Uhr in Essaouira ein, natürlich mit der ein oder anderen (Tank-)Pause.

Hotel Cruiser Mogador: unser Social-Media-Projekt

Für zwei Nächte hatten wir einen besonderen Anlass: wir hatten mit dem Hotel Cruiser Mogador einen Deal für ein Social-Media-Paket: Fotos, Reels, Shorts, später ein YouTube-Video – und somit wohnten wir für zunächst zwei geplante Tage dort. Unseren Film über Essaouira und das tolle Hotel gibt es auch auf 🎥 YouTube.

Das Hotel liegt perfekt: direkt am Meer, mit Blick auf die weite Dünenlandschaft, die sich wie ein goldenes Band entlang der Küste zieht. Von oben sah alles aus wie gemalt. Die Aussicht läßt sich kaum in Bildern festhalten, aber zumindest erahnen.

Und wir beide wussten sofort: Essaouira ist ein Ort, an dem wir länger bleiben könnten. Neben Tavira in Portugal ist es die zweite Stadt, die sich auf unsere „Könnte-eine-Weile-unser-Zuhause-sein“-Liste geschlichen hat.

Essaouira: eine Stadt zum Verlieben

Essaouira fühlt sich anders an. Offen. Lebendig. Westlich und doch tief verwurzelt in marokkanischer Kultur. Die Medina ist bunt, freundlich, kreativ. Touristen und Einheimische mischen sich, als sei es das Selbstverständlichste der Welt.

Der Hafen ist ein Erlebnis für sich: unzählige Fischstände, frisch gefangene Ware, Rufe, Chaos, Aromen. Jürgen probierte mutig zwei Austern und einen Seeigel, traditionell frisch aufgeschnitten und ausgelöffelt.

Am ersten Abend ließen wir uns treiben, hörten einem DJ mit sanften Elektrobeats zu und tauchten ganz in die Atmosphäre dieser Stadt ein.

Ein Geburtstag am Meer – 6. Dezember

Der 6. Dezember, mein Geburtstag, begann mit so viel Liebe, dass ich schon morgens gerührt war. Jürgen schenkte mir eine Karte, eine kleine Schatztruhe und dann das große Geschenk:

Ein Ausritt am Strand.

Seit 30 Jahren war ich nicht mehr richtig geritten. Früher hatte ich eigene Pferde, aber dieses Kapitel liegt lange zurück. Und hier, in Essaouira, erfüllte sich plötzlich ein Wunsch, der all die Jahre leise geblieben war.

Ich suchte mir einen wunderschönen Schimmel aus und ritt mit einem Guide durch die Dünen. Schritt, Trab, Galopp. Alles klappte noch. Nur die Kommandos waren anders: weniger Beine, mehr Zügel.

Es war Freiheit. Nostalgie. Glück.

Danach schlenderten wir durch die Medina, über den Fischmarkt und später auf eine Rooftop-Bar mit echtem Drink, eine Rarität in Marokko.

Als wir zurück ins Hotel kamen, blieb mir kurz die Luft weg: Ein großer Blumenstrauß stand auf dem Tisch, Blüten lagen zu einem „Happy Birthday“ auf dem Bett.

Und der Abend? Unvergesslich. Ein festlich gedeckter Geburtstagstisch im vierten Stock, Blick auf Meer und Sonnenuntergang, Musikwechsel, und Kellner, die mit Kuchen und Kerze „Happy Birthday“ brachten.

Der dritte Tag: Lost Place und Meeresrauschen

Am 7. Dezember machten wir einen letzten Spaziergang, diesmal in die andere Richtung, weg von der Medina. Am Strand entlang, durch die Dünen, bis zu einer alten Sultanpalast-Ruine. Ein echter Lost Place.

Wir machten Fotos, liefen barfuß im Sand und ließen die Atmosphäre wirken. Danach noch ein Essen im Ort und dann zurück ins Hotel zum Arbeiten am Blog und am YouTube-Video. Hier noch ein paar Ergebnisse unserer Arbeit: 🎥 Ankunft am Hotel und 🎥 Jürgen isst Seeigel.

Heute ist unsere letzte Nacht hier. Wir durften noch eine Nacht dranhängen. Danke, liebes Cruiser Mogador Hotel. Und ja, wir spüren beide ein kleines Ziehen im Herzen.

Hier noch ein paar Impressionen von Hotel und Umgebung:

Moment des Tages

Der Galopp durch die Dünen, der Wind im Gesicht, die Freiheit im Körper – und das Gefühl, etwas wiederzufinden, das man 30 Jahre lang nicht verloren, sondern nur vergessen hatte.

 

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