Kapitel 39 Reisetagebuch: Von Albanien über Meteora bis Skopje
Kapitel 39 Reisetagebuch: Eigentlich wollten wir nur in die Werkstatt
Am 7. September hieß es nach gut zwei Wochen tatsächlich Abschied nehmen von Qeparo. Wir hatten uns dort viel länger aufgehalten als ursprünglich gedacht, aber genau das hatte uns gutgetan. Wir konnten konzentriert arbeiten, morgens laufen, zwischendurch ins Meer springen und hatten mit unserer Wanderung nach Old Qeparo auch noch einmal eine ganz andere Seite des Ortes kennengelernt. Darüber hatten wir bereits in Kapitel 38 ausführlich berichtet.
Trotzdem wollten wir langsam weiter Richtung Griechenland. Vor allem deshalb, weil unser Bronco noch immer alles andere als rund lief. Dieses merkwürdige Ruckeln war zwar mal stärker und mal fast verschwunden, aber wirklich gelöst hatten wir das Problem nicht.
Unser Plan war deshalb, in Ioannina nach einer Werkstatt zu suchen.
Dass wir für den Weg dorthin noch fast eine Woche brauchen würden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Reisezeitraum: 7. bis 26. September 2026
Eine 4x4-Werkstatt genau im richtigen Moment
Besonders weit kamen wir am ersten Tag allerdings ohnehin nicht. Unser nächstes Ziel lag gerade einmal einen Hügel weiter.
Schon auf dem Weg dorthin fing der Bronco wieder an, extrem zu ruckeln. Wir quälten uns gerade einen steilen Berg hinauf, als plötzlich direkt vor uns eine 4x4-Werkstatt auftauchte.
Besser hätte man sie kaum platzieren können.
Natürlich hielten wir sofort an und innerhalb kürzester Zeit standen drei Mechaniker um unseren Bronco herum. Sie schauten in den Motorraum, diskutierten miteinander und versuchten herauszufinden, woher das Problem kommen könnte.
Ein amerikanischer Ford Bronco aus dem Jahr 1991 gehört in Albanien allerdings nicht gerade zum Werkstattalltag und so konnte sich am Ende keiner der drei einen richtigen Reim darauf machen.
Einer der Mechaniker vermutete schließlich, dass wir vielleicht schlechten Kraftstoff erwischt hatten. Wir sollten zur nächsten Tankstelle fahren, frisches Benzin tanken und schauen, ob sich etwas verändert.
Das machten wir natürlich und tatsächlich hatten wir anschließend zunächst das Gefühl, dass der Bronco besser lief. Zumindest ein bisschen. Für die restliche Strecke reichte es jedenfalls.
Eiskalter Fluss trifft warmes Meer
Nach insgesamt vielleicht 45 Minuten Fahrt erreichten wir Camping Parknight.
Was eigentlich nur als kurzer Zwischenstopp gedacht war, entpuppte sich als einer dieser Orte, an denen wir ziemlich schnell das Zeitgefühl verlieren.
Direkt am Platz kommt ein Fluss aus den Bergen und fließt ins Ionische Meer. Das Wasser des Flusses ist eiskalt, während das Meer Anfang September noch wunderbar warm ist. Dort, wo beides aufeinandertrifft, vermischen sich die Temperaturen und man kann innerhalb weniger Meter zwischen kaltem Bergwasser und warmem Meer wechseln.



Der ganze Platz war wunderbar entspannt und genau nach unserem Geschmack. Wir konnten dort gut arbeiten, zwischendurch ins Wasser gehen und hätten ohne Weiteres noch länger bleiben können.
Schaut gerne für ein paar Eindrücke mal in unsere Insta-Reels: Reel 1, Reel 2
Nach drei Tagen zog es uns dann aber doch weiter.
Eigentlich Richtung Griechenland. Eigentlich. Denn so ganz waren wir mit Albanien noch nicht fertig.
Ein letzter Abstecher
Wenn wir ehrlich sind, hatten wir trotz unserer langen Zeit in Albanien noch längst nicht genug vom Land gesehen. Viele Wochen hatten wir allein in Tirana verbracht, dazu kamen einige Stationen an der Küste. Das Landesinnere kannten wir dagegen kaum.
Und dann lag da noch Gjirokastër. Die Stadt war uns bis dahin unbekannt. Sie passte aber zumindest einigermaßen in unsere Richtung.
Also machten wir den weiteren Weg vom Bronco abhängig. Sollte er wieder größere Probleme machen, würden wir direkt nach Ioannina fahren. Wenn er mitspielt, bekommt Albanien noch einen letzten Stopp. Er spielte mit. Und darüber waren wir im Nachhinein ziemlich froh.
Gjirokastër – damit hatten wir nicht gerechnet
Gjirokastër hat uns sofort gefallen.
Die historische Altstadt zieht sich den Berg hinauf, überall gibt es alte Steinhäuser und steile Gassen, dazwischen kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants. Natürlich ist die Stadt längst kein Geheimtipp mehr und entsprechend gut besucht. Trotzdem hat sie sich eine ganz besondere Atmosphäre bewahrt. Das seht ihr auch im Reel.


Auch mit unserem Übernachtungsplatz hatten wir Glück. Die Gastgeber von Camping Ora waren unglaublich freundlich und auf dem Campingplatz gab es sogar ein Restaurant. Morgens konnten wir dort frühstücken und Kaffee trinken und noch einmal die albanischen Preise genießen, von denen wir ahnten, dass wir sie nach der Grenze wahrscheinlich vermissen würden.

Wir wollten nur kurz bleiben. Am Ende wurden es wieder drei Tage. Das scheint inzwischen ein gewisses Muster bei uns zu sein.
Dann war der Moment aber tatsächlich gekommen.
Nach all den Wochen in Albanien fuhren wir Richtung Grenze.
Der Abschied fühlte sich ein bisschen merkwürdig an, wenn gleich wir uns auch auf ein neues Land freuten. Albanien hatte uns in den vergangenen Wochen so viele unterschiedliche Seiten gezeigt und gleichzeitig hatten wir das Gefühl, gerade einmal an der Oberfläche gekratzt zu haben.
Aber wir wussten auch, dass wir wiederkommen. Jetzt wartete erst einmal Griechenland.

Griechenland – angekommen, aber noch lange nicht in der Werkstatt
Die Fahrt über die Grenze klappte erstaunlich gut, wenn auch hier und da wieder mit Geruckel, und irgendwann erreichten wir tatsächlich zu unserer Erleichterung Ioannina.
Es war Samstag und laut Google sollte die Werkstatt, die wir uns vorher herausgesucht hatten, geöffnet sein. War sie aber nicht.
Und ziemlich schnell stellten wir fest, dass wir an diesem Samstag auch bei den anderen Werkstätten kein Glück haben würden.
Was macht man also, wenn man mit einem Auto, das dringend überprüft werden sollte, in einer fremden Stadt steht und sämtliche Werkstätten geschlossen sind?
Man fährt noch einmal eine halbe Stunde in die Berge. Zumindest haben wir das gemacht.
Drei Tage bei Anna
Dort lernten wir Anna kennen.
Anna ist Deutsche und lebt schon seit vielen Jahren in Griechenland. Gemeinsam mit ihrem griechischen Mann hatte sie sich dort ihr Leben aufgebaut. Nachdem ihr Mann vor einigen Jahren gestorben ist, führt sie den kleinen Platz alleine weiter.
Und das hat uns ziemlich beeindruckt.
Man merkt sofort, wie viel Herzblut in diesem Ort steckt und wie sehr Anna mit ihrem Leben dort verbunden ist. Sie kümmert sich um alles selbst und denkt überhaupt nicht daran, Griechenland wieder zu verlassen.


Bei ihr kann man kostenlos stehen und natürlich freut sie sich, wenn man dafür bei ihr etwas isst oder trinkt.
Wir haben uns vom ersten Moment an wohlgefühlt.
Auch die Gegend dort ist wunderschön, was ihr in diesem Reel seht.
Aus der geplanten Überbrückung bis zum nächsten Werktag wurden drei Nächte.
Danach ging es zurück nach Ioannina. Dieses Mal waren die Werkstätten wenigstens geöffnet.
Viel weiter brachte uns das zunächst allerdings auch nicht. Die erste konnte uns nicht helfen, bei der zweiten hatte der Mechaniker zwar durchaus Spaß an unserem ungewöhnlichen Auto, aber leider kaum Zeit.


Jürgen schraubte deshalb selbst noch einmal weiter und irgendwann beschlossen wir, dass unser Aufenthalt in Ioannina nicht ausschließlich aus Werkstätten bestehen sollte.
Schließlich waren wir zum ersten Mal hier und wollten auch etwas von der Stadt sehen.
Das war eine ziemlich gute Entscheidung.
Manchmal sollte man Google-Bewertungen ignorieren
Wir machten uns zu Fuß auf den Weg in die Altstadt. Dabei kamen wir am einzigen Campingplatz in Ioannina direkt am See vorbei.
Wir hatten ihn vorher schon im Internet gesehen und wegen seiner eher mäßigen Bewertungen eigentlich ausgeschlossen.
Jetzt standen wir aber direkt davor und beschlossen, einfach selbst nachzuschauen. Zum Glück.
Der Platz gefiel uns richtig gut. Wir standen direkt am See, konnten dort hervorragend arbeiten und waren trotzdem schnell zu Fuß in der Stadt.


Also holten wir den Bronco und richteten uns ein. Aus dem geplanten kurzen Aufenthalt wurden schon wieder sechs Tage.
Ioannina – gekommen wegen des Bronco, geblieben wegen der Stadt
Ioannina hat uns ziemlich schnell überrascht. Die Stadt hat etwas mehr als 100.000 Einwohner, wenn man die umliegenden Gemeinden mit einrechnet, und bietet genau die Mischung, die wir mögen. Es ist viel los, es gibt jede Menge Restaurants, Cafés und Bars und gleichzeitig bleibt alles überschaubar (Reel).
Dazu kommt der See mit den Bergen im Hintergrund.




Schwimmen sollte man darin leider nicht, aber anschauen kann man ihn dafür umso länger. Gerade morgens und abends ist die Kulisse wunderschön und manchmal hatten wir tatsächlich das Gefühl, irgendwo in den Alpen zu stehen und nicht in Griechenland.
Unser Platz direkt am Wasser erwies sich für uns als echter Glücksgriff. Wir konnten gut arbeiten, waren schnell in der Stadt und fühlten uns nach kurzer Zeit erstaunlich heimisch.
Und dann gab es noch einen Tag, der für uns sowieso etwas Besonderes war.
Hauptsache Griechenland
Am 20. September hatte Jürgen Geburtstag.
Schon lange vorher hatten wir immer wieder gesagt: „An deinem Geburtstag sind wir in Griechenland.“
Wo genau, wussten wir natürlich nicht. Bei unserer Art zu reisen wäre eine genauere Vorhersage vermutlich ohnehin etwas gewagt gewesen. Aber wir hatten es geschafft.
Am 20. September standen wir tatsächlich in Griechenland, noch dazu an einem Ort, an dem wir uns richtig wohlfühlten, und konnten dort gemeinsam einen schönen Geburtstag verbringen.

Für uns war es schön, an diesem Tag dort zu sein und zu wissen, dass wir dieses kleine Ziel, das wir uns irgendwann einmal gesetzt hatten, wir erreicht haben.
Dass an diesem Wochenende in Ioannina noch einiges mehr los war, passte ziemlich gut.
Zehn Kilometer ohne Startnummer
Am 19. und 20. September fand der Ioannina Lake Run statt, eine große Laufveranstaltung mit verschiedenen Distanzen am und um den See.
Natürlich wollte ich mitmachen.
Mein Plan war der 10-Kilometer-Lauf, nur leider war ich mit meiner Anmeldung zu spät dran. Der Lauf war bereits ausgebucht.
Deshalb musste ich aber noch lange nicht auf meine zehn Kilometer verzichten.
Also lief ich am Sonntag meine eigene Runde am See und teilweise parallel zur offiziellen Strecke. Dadurch bekam ich trotzdem die ganze Atmosphäre mit, lief neben den Teilnehmern her und hatte Zuschauer und Veranstaltungsstimmung gleich mit dabei.

Keine Startnummer und keine offizielle Zeit, aber meine zehn Kilometer hatte ich trotzdem.
Damit endete eine Woche in Ioannina, die ganz anders geworden war als erwartet.
Eigentlich waren wir wegen einer Werkstatt gekommen. Stattdessen fanden wir einen Platz direkt am See, eine Stadt, die uns richtig gut gefiel, feierten Jürgens Geburtstag und ich bekam ganz nebenbei noch meinen eigenen kleinen Lake Run.
Nach sechs Tagen fiel uns der Abschied deshalb tatsächlich schwer.
Aber vor uns lag ein Ort, auf den wir uns schon lange gefreut hatten. Meteora.
Zwischen riesigen Felsen und alten Klöstern
Schon bei der Ankunft wurde uns klar, warum Meteora zu den Orten gehört, die man immer wieder auf Fotos sieht.
Diese Felsen sind gigantisch.

Sie ragen fast senkrecht aus der Landschaft und wirken teilweise so, als hätte sie jemand einfach dort hingestellt. Und als wäre das nicht beeindruckend genug, stehen auf einigen von ihnen auch noch jahrhundertealte Klöster.
Drei Nächte wollten wir bleiben und natürlich zumindest eines der Klöster besuchen.
Unsere Wahl fiel auf das Holy Trinity Monastery.
Oder, wie wir es ziemlich schnell nannten: das James-Bond-Kloster.
Hier wurden Szenen für For Your Eyes Only gedreht.

Wir wollten allerdings nicht einfach hinfahren, sondern die Gegend zu Fuß entdecken.
Am Ende wurde daraus eine 13 Kilometer lange Wanderung, die nicht ganz so verlief, wie Google sie uns vorgeschlagen hatte.
Oder vielleicht lag es auch an uns.
Jedenfalls verliefen wir uns zwischendurch ein bisschen und machten dadurch den einen oder anderen zusätzlichen Schlenker, was gar nicht schlecht war. Denn gerade auf diesen Umwegen entdeckt man oft Dinge, die man sonst verpasst hätte.
So kamen wir an einem dieser riesigen Felsen vorbei und sahen plötzlich einen Kletterer in der Wand.

Von unten wirken diese Felsen schon gewaltig genug. Wenn dann irgendwo weit oben ein Mensch hängt, bekommt man erst ein Gefühl dafür, welche Dimensionen sie tatsächlich haben.
Für uns wäre Free Climbing definitiv nichts. Wir schauen uns so etwas lieber mit festem Boden unter den Füßen an.
Unsere Wanderung führte uns schließlich zum Holy Trinity Monastery und anschließend in einer großen Runde wieder zurück.
13 Kilometer durch eine Landschaft, die teilweise so unwirklich aussieht, dass man ständig stehen bleibt und nach oben schaut.

Meteora hat uns richtig gut gefallen (🎥 Reel).

Dazu wurde es inzwischen abends langsam etwas kühler. Nach all den heißen Wochen in Albanien war zum ersten Mal deutlich zu spüren, dass der Sommer sich langsam verabschiedet.
Nach drei Nächten wollten wir weiter Richtung Thessaloniki.
Und damit meldete sich auch unser anderes Dauerthema zurück.
Bis Larisa – und keinen Kilometer weiter
Der Bronco hatte schon auf dem Weg nach Meteora wieder Probleme gemacht. Jürgen hatte dort noch einmal einiges überprüft und bearbeitet und wir hofften, dass wir damit zumindest bis Thessaloniki kommen würden.
Unser erstes Etappenziel war Larisa, knapp 100 Kilometer von Meteora entfernt.
Je länger wir unterwegs waren, desto deutlicher wurde allerdings, dass selbst diese Strecke nicht selbstverständlich war. Der Bronco fing wieder an zu stottern und wir waren am Ende einfach nur froh, Larisa erreicht zu haben.
Dort begann noch einmal eine kleine Werkstatt-Odyssee. Mehrere Anlaufstellen konnten uns nicht helfen, bis uns schließlich jemand empfahl, direkt zu Ford zu fahren. Und dort trafen wir Jannis.
Jannis fand unseren Bronco spannend, mochte das Auto offensichtlich und war vor allem bereit, sich wirklich mit unserem Problem zu beschäftigen.

Nach all den Wochen und all den Versuchen war das erst einmal genug für uns.
Zwei Nächte verbrachten wir vor der Werkstatt am Straßenrand.


Jannis versuchte eine provisorische Lösung zu finden, denn wie auch den anderen, fehlte ihm die Zeit für einen kompletten Check. Leider brachte das nichts.
Wir ließen den Bronco bei ihm. Das fühlte sich ziemlich merkwürdig an. Denn seit Beginn unserer Reise ist dieses Auto viel mehr als nur unser Fortbewegungsmittel. Wir fahren damit, schlafen darin, arbeiten darin und haben inzwischen Tausende Kilometer gemeinsam zurückgelegt.
Zum ersten Mal sollte unsere Reise nun ohne ihn weitergehen.

Plan B nach Skopje
Warten konnten wir in Larisa nicht.
In Skopje stand Anfang Oktober der Startup Revolution AI Summit an. Wir sind dort als Media Partner dabei, haben Gespräche und Interviews geplant und wollten natürlich auch die Stadt kennenlernen.
Also wurde aus unserer geplanten Fahrt mit dem Bronco kurzerhand eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Von Larisa ging es mit dem Zug nach Thessaloniki und dort stiegen wir in den Bus nach Skopje.
Die Fahrt dauerte rund viereinhalb Stunden, wobei wir gefühlt einen ziemlich großen Teil davon an der Grenze verbrachten. Bis ein kompletter Reisebus kontrolliert und jeder Pass geprüft ist, vergeht eben etwas Zeit.
Irgendwann waren wir durch, und dann kamen wir tatsächlich in Skopje an.
Ganz anders als geplant, ohne unseren Bronco und mit dem etwas merkwürdigen Gefühl, einen wichtigen Teil unseres Reiselebens knapp 300 Kilometer weiter südlich in einer Werkstatt zurückgelassen zu haben. Aber wir waren da.
Und während Jannis hoffentlich herausfindet, warum unser Bronco seit Wochen macht, was er will, beginnt für uns in Nordmazedonien eine völlig andere Geschichte.
Mit Start-ups, künstlicher Intelligenz, neuen Begegnungen und vielleicht sogar einem Lauf.
Aber davon erzählen wir im nächsten Kapitel.
Moment des Abschnitts
Wenn wir auf diese Wochen zurückblicken, sind es erstaunlicherweise gar nicht die Probleme mit dem Bronco, die zuerst hängen bleiben.
Es ist das eiskalte Wasser des Bergflusses, das ins warme Ionische Meer fließt. Es sind die steilen Gassen von Gjirokastër, die drei Tage bei Anna und Jürgens Geburtstag am See in Ioannina. Es sind meine zehn Kilometer ohne Startnummer und diese riesigen Felsen in Meteora, bei denen man automatisch immer wieder nach oben schaut.
Viele dieser Orte hatten wir entweder gar nicht geplant oder wollten ursprünglich nur kurz bleiben.
Und vielleicht ist genau das der Moment dieses Abschnitts.
Wir wissen morgens oft nicht genau, wo wir am Abend landen werden. Manchmal nervt uns das, vor allem wenn der Grund dafür ein Auto ist, das mal wieder nicht so möchte wie wir.
Aber dadurch entstehen Begegnungen und Erlebnisse, die wir vorher auf keiner Karte hätten planen können.
Diesmal hat uns der Weg von einem eiskalten Fluss über eine alte albanische Stadt und einen Geburtstag am See bis zu den Felsen von Meteora geführt, und am Ende sogar ohne Bronco nach Skopje.
So hatten wir uns das ganz sicher nicht vorgestellt.
Aber genau so war es.