Alex mit Gastgeber von Appartamenti La Milanesa

GARDA180 Kapitel 4: Etappen 1–3 von Torbole bis Moniga del Garda

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Die ersten drei Etappen von GARDA180 – als aus einer Wanderung plötzlich etwas ganz anderes wurde.

GARDA180 · Kapitel 4 · Torbole · Pregasina · Limone sul Garda · Salò · Moniga del Garda

GARDA180 · Kapitel 4

Die ersten drei Etappen: Als aus einer Wanderung plötzlich etwas ganz anderes wurde

Als wir die ersten Schritte von GARDA180 gingen, lag zwischen der Idee und dem Start gerade einmal eine Woche.

Es gab weder monatelange Vorbereitung noch bis ins Detail geplanten Tagesetappen, oder lange Liste vorgebuchter Unterkünfte.

Die Idee entstand spontan beim Frühstück am Gardasee.

Wenige Tage später standen wir in beim AktivHotel in Torbole mit unseren Rucksäcken am Start.

Was als Wanderung rund um den See begann, entwickelte sich schon nach kurzer Zeit zu etwas ganz anderem.

Etappe 1: Von Torbole über die Ponalestraße nach Pregasina

Mit rund zehn Kilometern war unsere erste Etappe überschaubar.

Die Höhenmeter allerdings nicht.

Über die alte Ponalestraße ging es von Torbole hinauf Richtung Pregasina. Die ehemalige Verbindungsstraße wird heute nur noch von Wanderern und Radfahrern genutzt und gehört zu den beeindruckendsten Wegen rund um den Gardasee.

Immer wieder führt sie durch dunkle Tunnel, die direkt in den Fels geschlagen wurden. Daneben fällt der Blick hunderte Meter tief auf den See.

550 Höhenmeter standen am Ende des Tages auf der Uhr.

Mit unseren schweren Rucksäcken war das ein anspruchsvoller Einstieg in das Projekt.

Am Nachmittag erreichten wir schließlich das Bed & Breakfast Pregasina.

Dort wurden wir herzlich empfangen.

Die Gastgeber interessierten sich für unser Projekt, gaben uns wertvolle Tipps für die Wander-Etappe am nächsten Tag und sorgten am Morgen für ein Frühstück, das uns bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Die erste Etappe findet ihr auch in diesem 🎥 Reel.

Gestärkt machten wir uns auf den Weg zur zweiten Etappe.

Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, wie sehr sich unsere Pläne in den nächsten 48 Stunden verändern würden.

Etappe 2: Von Pregasina über Bocca Fortini nach Limone sul Garda

Die Strecke war mit rund 12,5 Kilometern erneut nicht besonders lang.

Doch sie hatte es richtig in sich.

Zunächst mussten wir mehr als 800 Höhenmeter überwinden, bevor der lange Abstieg Richtung Limone begann.

Über den Bocca Fortini ging es anschließend rund 1.230 Höhenmeter bergab.

Wer schon einmal stundenlang bergab gelaufen ist, weiß, dass das nicht automatisch leichter ist als ein Anstieg, und schon gar nicht mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken.

Jeder Schritt belastet Knie, Füße und Rücken.

Dazu kamen Temperaturen, die selbst im Schatten anstrengend waren.

Die Wege sowie die Aussichten waren spektakulär.

Doch unsere Aufmerksamkeit richtete sich zunehmend auf Mr. Tingle.

Schon seit dem Morgen wirkte er ungewöhnlich ruhig. Er fraß wenig, wollte kaum laufen und miaute jedes Mal, wenn wir ihn hochhoben.

Mit jeder Stunde wurden unsere Sorgen größer.

Als er während einer Pause kaum noch stehen konnte, wussten wir, dass wir in Limone unbedingt einen Tierarzt aufsuchen mussten.

Nach fast neun Stunden erreichten wir erschöpft den Ort. Hier noch ein 🎥 Reel zur zweiten Etappe.

Eine Unterkunft hatten wir noch nicht gebucht.

Wie fast alles auf dieser Reise entschieden wir auch das spontan.

Zum Glück fanden wir kurzfristig ein Apartment bei den Appartamenti La Milanesa. Die Unterkunft ist wunderschön oberhalb von Limone gelegen. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf den See.

Dort konnten wir erst einmal durchatmen.

Der Moment, in dem GARDA180 plötzlich nebensächlich wurde

Am nächsten Morgen stand der Tierarztbesuch an.

Die Untersuchung war gründlich: Blutabnahme, Temperaturmessung, Abtasten, Kontrolle der Bewegungsabläufe.

Doch die Tierärztin fand keine eindeutige Ursache.

Mr. Tingle erhielt Schmerzmittel und wir hofften, dass sich sein Zustand verbessern würde.

Das tat er zunächst auch, doch nur für wenige Stunden.

Am nächsten Morgen ging es ihm erneut schlechter.

Die Tierärztin schickte uns deshalb direkt in die Tierklinik nach Salò.

Und plötzlich standen wir vor einem Problem, das wir überhaupt nicht auf dem Schirm hatten.

Wie kommen wir möglichst schnell dorthin?

Bus und Bahn hätten viel zu lange gedauert. Mit dem Schiff wäre es ebenfalls umständlich geworden. Und mit dem Fahrrad entlang der Gardesana zu fahren, kam für uns überhaupt nicht infrage. Die engen Tunnel entlang des Westufers sind teilweise nur breit genug für zwei Autos, schlecht beleuchtet und für Radfahrer alles andere als angenehm.

Also organisierten wir kurzfristig einen Mietwagen.

In der Tierklinik folgte die Ernüchterung. Die Ärzte wollten Mr. Tingle zur Beobachtung für zehn Tage dabehalten.

Als wir die Klinik ohne ihn verließen, fühlte sich plötzlich alles anders an. Wir waren beide sehr traurig, da uns doch der kleine Mr. Tingle schon sehr ans Herz gewachsen ist und mit zum Team gehört.

GARDA180 war in diesem Moment nicht mehr das Wichtigste. Diese beiden Reels beschreiben den Teil der Seeumrundung: 🎥 Reel 1 (Tag 3 von GARDA180) und Reel 2 (Sorgen um Mr. Tingle).

Wir machten uns Sorgen um ein Familienmitglied.

Etappe 3: Von Salò nach Moniga del Garda

Nachdem wir den Mietwagen zurückgebracht hatten, fuhren wir mit dem Schnellboot zurück nach Salò. Dort setzten wir unsere Wanderung fort.

Die 🎥 dritte Etappe führte uns nach Moniga del Garda.

Mit rund 12,5 Kilometern und nur etwa 160 Höhenmetern klang sie deutlich entspannter als die vorherigen Tage. Trotzdem war sie anstrengender als erwartet.

Unsere Rucksäcke wogen weiterhin rund zwölf Kilogramm pro Person und die Gedanken waren immer wieder bei Mr. Tingle.

Unterwegs überraschte uns außerdem ein heftiges Gewitter.

Wir suchten Schutz und warteten, bis das Schlimmste vorbei war.

Trotzdem gehörte dieser Abschnitt zu den schönsten Wegen unserer bisherigen Umrundung.

Der Gardasee zeigte sich hier von einer ganz anderen Seite.

Weniger spektakulär und dramatisch, dafür ruhiger und entspannter.

In Moniga angekommen, bezogen wir unser Zimmer im B&B Baron. Leider entsprach die Unterkunft nicht ganz unseren Erwartungen.

Von einem Agriturismo hatten wir etwas anderes erwartet und das angekündigte Frühstück bestand letztlich aus einem kleinen Gutschein für ein Café im Ort.

Auch das gehört zu einer Reise dazu.

Nicht jede Erfahrung wird zum Highlight.

Was wir nach drei Etappen gelernt haben

Als wir GARDA180 gestartet haben, dachten wir vor allem an Wanderwege, Höhenmeter und Etappenziele.

Nach den ersten Tagen haben wir gelernt, dass Projekte selten nach Plan verlaufen.

Egal ob auf Reisen oder im Unternehmertum.

Die wirklich entscheidenden Momente sind oft die, die man nicht planen kann.

Und manchmal verändert eine einzige Nachricht, ein Tierarztbesuch oder eine unerwartete Entscheidung den gesamten Verlauf einer Reise.

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